Pfefferspray Test

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Das Pfefferspray – ein jahrhundertealter Helfer für die Selbstverteidigung

In allen Lebenslagen können wir uns bedroht fühlen. Etwa dann, wenn sich die Friedfertigkeit eines streunenden Hundes nicht recht einschätzen lässt. Zur Sicherheit empfiehlt sich bei solchen Konfrontationen die Mitnahme eines Pfeffersprays. Diese werden zwar mittlerweile vorrangig aus chemischen Inhaltsstoffen gefertigt, basieren aber auf traditionellen Rezepten. Ihre Anwendung ist immer dann ratsam, wenn im Rahmen der Selbstverteidigung der Angriff eines Tieres abgewehrt werden muss. Allerdings wird das Spray in Deutschland aus juristischer Sicht zu den Waffen gezählt. Sein Einsatz gegenüber Menschen ist daher umstritten und sollte lediglich mit rechtlicher Legitimation erfolgen. Mehr dazu lesen Sie auch im Artikel " Legal? Ist Pfefferspray erlaubt?".

Sicherheit im Taschenformat

Vielleicht kennen Sie das: Beim nachmittäglichen Ausflug in den Park kommen Ihnen spielende Hunde zu nahe. Die Situation kippt, die Tiere werden aggressiv. Der Halter ist zu weit weg, als dass er eingreifen könnte. Eine Abwehr alleine mit den Händen gilt als wenig effektiv. In solchen Situationen kann es sich lohnen, einen kompakten Helfer dabei zu haben. Das Pfefferspray wurde schließlich für derartige Fälle konzipiert. Seine Vorteile liegen in einer hohen Wirksamkeit gepaart mit der ebenso schnellen wie mühelosen Anwendung. Das Mittel zur Selbstverteidigung ist in handlichen Sprühdosen erhältlich und passt somit in jede Tasche. Auch im Preis sind die kleinen Retter unschlagbar: Zwischen fünf und zehn Euro lassen sich gute, darüber hinaus sogar hervorragende Mischungen finden. Wissenswertes , was Sie vor dem Erwerb von Pfefferspray wissen sollten, sowie Qualitätsmerkmale guter Produkte, erfahren Sie im Artikel "Pfefferspray kaufen".

Mehr als ein Jahrtausend alt

Das Pfefferspray, wie es Ihnen heute mit dem Pfefferspray Test vorgestellt wird, basiert auf einer langen Tradition. Erstmals wurde die zur Abwehr von Tieren bekannte Mixtur im antiken China genutzt. In scharfem Pfeffer getränkte Tücher und Laken wurden vor die Türen und Hütten gehangen, um damit unerbetene Gäste abzuschrecken. In Indien wurden Chilischoten zermahlen und in kleinen Gefäßen aufbewahrt. Im Rahmen von kriegerischen Schlachten galt es als probates Mittel, diese dem Gegner in das Gesicht zu schleudern. Dass sich das Gemisch bis in die heutige Zeit retten konnte, liegt an seiner hohen Wirksamkeit. So ist es bislang nicht gelungen, ein ebenso stark reizendes Rezept in derart kompakter Form zu entwickeln. Die Kraft der Natur bleibt unangefochten.

Die Inhaltsstoffe der Sprays

Ein erhebliches Qualitätsmerkmal kann in den verwendeten Elementen gesehen werden. Obwohl der Name das Gegenteil andeutet, lassen sich dort schon längst nicht mehr ausschließlich die traditionellen Bestandteile finden. Sie basierten hauptsächlich auf gemahlenem Pfeffer, sowie Alkohol, Wasser und Zucker. In den vergangenen Jahrzehnten stellte die Sicherheitsforschung aber auf einen künstlichen Nachbau dieser Extrakte ab. Statt der natürlichen Note wurden baugleiche chemische Substanzen angewandt – ihre Wirkung war jedoch sehr gering und wurde daher mit Fasern von Chili-, Jalapeño- und Cayenneschoten verstärkt. Moderne Pfeffersprays verzichten indes gänzlich auf diese naturbelassenen Aromen und nutzen dagegen bevorzugt das CS-Gas. In beiden Fällen wird eine starke Reizung der Augen und der Schleimhäute angestrebt, um damit ein angreifendes Tier kurzzeitig in seinen Aktionen zu stören.

Unterschiedliche Anwendungsgebiete

Übrigens wurde das industrielle Pfefferspray ursprünglich nicht für jene Zwecke der Selbstverteidigung hergestellt, die Ihnen heute bekannt sein mögen. Vielmehr war es für Farmer, Landarbeiter und Reisende bis vor wenigen Jahrzehnten fernab der Städte wichtig, sich tatsächlich vor wilden Tieren zu schützen. Waffen waren nicht für jedermann erschwinglich. Die Mixtur aus Pfeffer und Alkohol leistete folglich wichtige Dienste. Erst in den 1960er und 1970er Jahren wurden die chemischen Nachfahren dieses Rezeptes bevorzugt in den Vereinigten Staaten genutzt. Hauptsächlich, um Unruhen und Demonstrationen zu befrieden. Damit erwarb sich das Pfefferspray seinen Ruf, auch gegen menschliche Angreifer sinnvoll eingesetzt werden zu können. Aus vielen Handtaschen ist es daher heute nicht mehr wegzudenken.

Frei von Nebenwirkungen

Vielleicht gehören auch Sie zu den Personen, die sich mit einer kleinen Dose Pfefferspray sicherer fühlen. Die Mitnahme des Mittels gilt als rechtlich zulässig. Auch sein Einsatz in bestimmten Situationen ist legitim. Das liegt vor allem daran, dass das Spray nahezu keinerlei Nebenwirkungen hervorruft. Zwar kann es im Moment des Körperkontaktes zu Reizungen auf der Haut, in den Augen sowie an den Schleimhäuten kommen. Diese klingen jedoch meist nach wenigen Minuten bereits ab. Etwas anders sieht es hingegen bei einer allergischen Reaktion gegen die Inhaltsstoffe aus. Sie werden aber nur selten beobachtet und können durch das Ab- oder Auswaschen mit klarem Wasser vielfach bereits behoben werden. Bleibende Schäden sind folglich nicht zu befürchten. Ein Zögern bei der Anwendung wäre unbegründet.